Wie tief geht der Graben zwischen Politik und Alltag wirklich?
Intensivpfleger Ricardo Lange beantwortet die Frage mit einem klaren Satz: Hätten Politiker mehr Lebenserfahrung in der realen Welt, würde uns kein Bundeskanzler erklären, wir seien zu krank und müssten mehr arbeiten.
Lange ist seit der Corona-Pandemie das Gesicht der deutschen Pflege. Er kennt 12-Stunden-Schichten, Notbesetzungen, Pflegende vor dem Burnout.
Sein Vorwurf: Friedrich Merz und Markus Söder reden über Krankmeldungen, ohne zu wissen, was tatsächlich krank macht. Lange Schichten. Schlechte Bezahlung. Steigender Druck.
Befürworter klatschen. Kritiker werfen Lange vor, die Lage zuzuspitzen. Sicher ist: Sein Satz wird in Pflegekreisen weiter geteilt.
